Die ersten Monate

In den ersten Monaten muss das Ferkel sehr viel lernen – die Sozialisierung, Rottenhierarchie, stubenrein werden etc., daher sind die ersten Monate, die kritischste Zeit im neuen Heim.

Anfangs müssen Sie sehr viel Zeit mit ihm verbringen und ihn an die neue Umgebung sowie die anderen Rottenmitglieder gewöhnen und ihm alles beibringen, was es wissen muss.

Ist das Ferkel erst mal da, sollten Sie es auf keinen Fall sofort im ganzen Haus laufen lassen, sondern es in einen abgesonderten Raum, zum Beispiel in einem Zimmer halten, bis es sich eingelebt hat und stubenrein geworden ist. Nach 1 bis 2 Monaten kann man es dann, in den anderen Wohnbereichen „schnüffeln“ lassen.

Das Zuhause – der Auslauf

Bauen Sie in Ihrem Garten Gemüse an, wird es das Ziel des Schweines sein, dieses zu ergattern. Daher muss für gute Umzäunung gesorgt sein, damit das Tier in dem Gartenbereich bleibt, den Sie ihm zugedacht haben.

In Ihrer Abwesenheit, wäre es von Vorteil, dass Tier draußen zu halten. Der Auslauf kann sehr einfach gestaltet sein. Lediglich ist eine starke Umzäunung notwendig, um streunende Hunde draußen und das Schwein drinnen zu halten.

Damit sich das Schwein wohl fühlt, wird es einen Stall benötigen, in dem es vor Wind, Sonne, Regen und Kälte Schutz suchen kann. Für zwei Minischweine reicht ein Stall von einer Fläche 1,5 x 1,5 m und sollte ca. eine Höhe von 1,2 m messen. Die Wände sollten isoliert und die Behausung an allen vier Seiten geschlossen sein. Als Eingang reicht eine ca. 50 Zentimeter große Öffnung. Damit es die Tiere bequem und warm haben, streuen Sie den Stall dick mit Stroh ein.

Da Schweine keine Schweißdrüsen haben, können sie in der warmen Sommerzeit einen Hitzschlag erleiden. Daher müssen sie jederzeit einen Zugang zu Frischwasser und zu einer Suhle haben. Beachten Sie, dass hellhäutige Schweine auch einen Sonnenbrand bekommen können, richten Sie daher bitte den Tieren einen Schattenplatz ein.

Achten Sie, dass keine Zugluft herrscht, zu viel Staub oder zu hoher Ammoniakgehalt im Stall herrscht, denn davon kann das Tier krank werden.

Damit sich Ihr Schwein in der Wohnung sicher bewegen kann, sollten rutschige und glatte Böden mit Teppich oder Läufern bedeckt sein, da das Schwein sonst ausrutschen, hinfallen und sich verletzen kann.

Ein zweites Schwein zieht ein

Haben Sie sich erst später dazu entschieden ein zweites Minischwein aufzunehmen, sollten Sie darauf achten, dass Schwein Nr.1 von seinem Hausrecht Gebrauch machen könnte, beziehungsweise wird, und das Schwein Nr. 2 sogar anfallen und zerbeißen wird. Daher dürfen Sie das neue Schwein nicht einfach zum alten Schwein dazusetzen, sondern die zwei in der Anfangszeit voneinander getrennt halten und ihnen nur einen Sichtkontakt ermöglichen, um sie aneinander zu gewöhnen.

Ist die Zeit gekommen, dass sich die zwei näher kennenlernen, muss ausreichend Platz vorhanden sein, damit das Schwein Nr. 2 ausweichen kann, falls es vom Schwein Nr. 1 angegriffen wird. Bei diesen Kämpfereien kann es durchaus vorkommen, dass Blut fließt, was zumeist schlimmer aussieht, als es eigentlich ist. Mischen Sie sich nicht ein, lassen Sie die zwei alleine die Hierarchie ausfechten, denn das machen Schweine eben so.