Erziehung von Minischweinen – was zu beachten gilt

Um ein Schwein erfolgreich zu erziehen, benötigt es einen hohen Grad an Konsequenz, Entschiedenheit und selbstverständlich Geduld und viel Liebe. Es sind überaus soziale und gesellige Tiere, die sich fürsorglich um ihren Nachwuchs kümmern und in der Natur in Rotten leben, in denen eine strenge Rangordnung herrscht. Sie suchen häufig Körperkontakt, daher lieben es Minischweine zu schmusen, gestreichelt und gekrault zu werden. Sie benötigen sehr viel Schlaf, sind bewegunsbedürftig und schwimmen sogar gerne.

Es ist wichtig, dass Sie von Anfang an dem Schwein klar machen, dass Sie hier das Leittier sind. Konsequenz und starke Nerven sind besonders im 6. Monat und im 2. Lebensjahr des Tieres gefragt, da in diesem Zeitraum, das Schwein seine pubertären Phasen durchlebt. Ja, genau, Schweine haben zwei pubertäre Phasen, in denen sie versuchen werden ihren Kopf durchzusetzen, Ihnen die Stellung als Rottenführer streitig zu machen und sich als Leittier zu „etablieren“.

Möchten Sie später mit Ihrem Schwein spazieren gehen, sollten Sie es von klein auf an das Geschirr gewöhnen. Und denken Sie daran, Minischweine im PKW transportieren, ist verboten.

Wühlen ist ein Teil des Schweinelebens

Das Wühlen liegt im Blut des Schweines. Also, denken Sie daran, wenn Sie gerade ein neues Blumenbeet anlegen oder das Tier Ihren englischen Rasen durchpflügt hat. Zwingen Sie das Schwein auf keinen Fall zu etwas und wenden Sie nie Gewalt an, sollten Sie dies tun, werden Sie für immer die Liebe und das Vertrauen des Tieres verlieren.

Wenden Sie vielmehr positive Erfahrungen an, loben Sie es, wenn es etwas gut gemacht hat und geben Sie ihm auch eine leckere Belohnung.

Im Winter, wenn der Boden festgefroren ist, und das Schwein seiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung, dem Wühlen, nicht nachgehen kann, tritt Langeweile sehr schnell auf. Um sich die Zeit zu vertreiben, kann es sein, dass das Tier zerstörerisch tätig wird. Um dies zu vermeiden, sollten Sie sich mit dem Tier beschäftigen oder ihm ein Spielzeug, wie zum Beispiel einen Ball, besorgen.

Sauberkeit – wie wird ein Ferkel stubenrein

In den ersten 1-2 Monaten wird das Kleine ein Katzenklo benötigen (oder eben eine ähnliche Box). Als Einstreu können Sie Sand oder Katzenstreu verwenden. In der Anfangszeit sollten Sie immer ein wenig vom Kot in der Kiste drin lassen, damit das Kleine leichter begreifen kann, wofür die Kiste da ist. Später, wenn Sie das Ferkel in der ganzen Wohnung herumlaufen lassen, sollten Sie anfangs mehrere Kisten an verschiedenen Stellen dem Tier zur Verfügung stellen, damit so wenig wie möglich daneben geht. Schweine begreifen in der Regel schneller als Hunde und werden die Möglichkeit nach draußen, in den Garten zu gehen, sehr gerne nutzen und hinausgelassen werden wollen