Ernährung

Gleich vorab – füttern Sie nicht zu oft und nicht zu viel, denn sonst werden Sie Ihr Schwein mästen und es zu einem „Fresser“ erziehen. Überfütterte Minischweine leben kürzer, sind krankheitsanfälliger und man raubt ihnen dadurch so jede Lebensqualität. Geben Sie dem Schwein abwechslungsreiches Futter. Schweine mögen alle möglichen Obst- und Gemüsesorten. Geben Sie ihm nie Futter, mit dem Schlachtschweine gefüttert werden, Hundefutter, Katzenfutter, Pferdefutter oder Küchenabfälle.

Füttern Sie es zweimal pro Tag oder dreimal, dann aber pro Mahlzeit entsprechend weniger, das reicht vollkommen aus. Passen Sie die Ernährung am besten der Jahreszeit an. Füttern Sie das Tier im Winter morgens mit Obst und Gemüse und abends mit Brot. Geben Sie dem Tier rohes Obst und Gemüse und das Brot getrocknet und hart. In Frage kommen: Zitrusfrüchte, Bananen, Karotten, Salat, Gurke, etc. Diese können alleine oder als Zugabe zum Getreidebrei, gefüttert werden.

Den Getreidebrei stellen Sie wie folgt her:

Getreideschrot (Gerste, Hafer, Mais, Weizen) mit Wasser zu einem dicken, feuchten Brei vermischen und einen auf Schweine abgestimmten Mineralienzusatz beimengen. Wichtig, halten Sie sich genau an die Mengenangaben. Im Winter empfehlen wir warmes Wasser zu verwenden. In den Brei können Sie die aufgezählten Früchte oder Gemüsesorten (zerkleinert) geben.

Wie viel man an das Tier verfüttern soll, hängt von der Größe und dem Alter des Schweines ab. Grobe Faustregel – Schweine benötigen 1 bis 2 Prozent ihres Körpergewichts am Tag an Futter. Dies hängt allerdings auch von der Zusammensetzung der Nährstoffe und des Energiegehaltes des Futters ab.

Hat Ihr Schwein nicht das ganze Jahr über Zugang zu einer Weide, müssen Sie im Frühjahr besonders vorsichtig sein, da sich das Tier mit frischem Gras überfressen, und Blähungen und Durchfall zuziehen kann. Vor allem bei Ferkeln kann dies tödlich enden.

Füttern Sie dem Tier auf keinen Fall verdorbenes Futter oder Süßigkeiten, denn davon kann das Tier krank werden.

Impfung und Entwurmung

Impfen Sie Ihr Tier gegen Parvovirose, Mykoplasmen, Rotlauf, Tollwut und Tetanus. Die Entwurmung sollte zweimal pro Jahr vorgenommen werden. Beachten Sie zudem, dass Minischweine bei der Tierseuchenkasse gemeldet sein müssen.

Minischweine und Kinder

Schweine sind Rottentiere. Daher begreifen sie Kleinkinder als ihre Rivalen und versuchen, diese „aus dem Weg“ zu räumen. Deshalb, lassen Sie ein Kleinkind nie unbeaufsichtigt mit einem Minischwein, denn es könnte das krabbelnde Kind angreifen und verletzen.

Ferner könnten größere Kinder auch aus Unverständnis das Schwein ärgern oder gar misshandeln, so dass es sich gezwungen sieht zu handeln und sich zu wehren. Ein Minischwein vergisst nie, wer es einmal verletzt oder misshandelt hat und wird, auch Jahre später, wenn das Kind älter ist, die Missetat ein Leben lang nachtragen und stets ungnädig oder aggressiv auf das Kind reagieren.

Mit anderen Tieren verstehen sich Schweine im Grunde sehr gut. Sollte es allerdings mit einem Hund zusammenleben, der es als Beute betrachtet, kann es durchaus zu Problemen kommen. Auch hier ist die Angewöhnungsphase sehr wichtig.